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Das Vogtland

 

 

Osterburg in Weida, der Stammsitz des Vogtlandes, errichtet 1163 und 1193

 

Das Vogtland ist eine Region im Grenzgebiet der drei bundesdeutschen Freistaaten Bayern, Sachsen und Thüringen sowie in Tschechien die Region um den Ort Asch im Bezirk Eger.

Die Bezeichnung Vogtland rührt von der einstigen Verwaltung durch die Vögte von Weida, Gera, Plauen und Greiz her.

Heinrich II. der Reiche († um 1209), Vogt von Weida, war zugleich Herr zu Weida, Gera, Plauen, Greiz und Ronneburg. Das Gebiet der Stadt Hof sowie Umland (heute zu Bayern) gehörte bis 1373 zum Herrschaftsgebiet. Er stiftete 1193 das Kloster Mildenfurth. Den seit 1209 geführten Vogttitel darf man wohl auf seine Stellung als Vogt des umfangreichen Besitzes des Stifts Quedlinburg in und um Gera zurückführen. Die Vögte stiegen rasch in den Herrenstand auf, Kaiser Ludwig der Bayer bestätigte ihnen 1329 fürstengleichen Rang. Mehrfach waren sie als Reichslandrichter im Egerland und Pleißenland tätig. Stammsitz der Vögte war lange Zeit die Osterburg in Weida.

1209, nach dem Tod Heinrich (II.) des Reichen teilten seine drei Söhne (Heinrich der Ältere, der Mittlere und der Jüngere) das Gebiet in die drei Gebiete Weida, Gera und Greiz auf. Sie nahmen Sitz in den jeweiligen Orten, nannten sich aber weiterhin Vögte von Weida. Um 1237 folgte dann offiziell die Teilung. Heinrich der Ältere war bereits um 1224 verstorben, so erhielt sein Sohn Heinrich (VI.), genannt der Pfeffersack, die Vogtei Weida. Heinrich der Mittlere erhielt Gera und Teile Plauens und Heinrich der Jüngere Greiz. Mit dem Tod des kinderlosen Greizer Vogtes um 1240 erledigte sich diese Teilung. Sein Besitz fiel an seine zwei Neffen, die Söhne Heinrich des Mittleren. Bereits 1238 hatte sich Heinrich der Mittlere von seiner Ehefrau scheiden lassen, er trat in den Deutschen Orden ein, seine Gemahlin in das von ihr gegründete Kloster Cronschwitz. Der Besitz wurde unter seine beiden älteren Söhne aufgeteilt. Heinrich (I.) der Ältere erhielt Plauen (Vögte von Plauen) mit Auerbach und Pausa, Heinrich (I.) der Jüngere Gera (Vögte von Gera) und die Pflege Reichenfels.

Die wurden 1673 zu reichsunmittelbaren Grafen und (je nach Linie) ab 1778 (1790 bzw. 1802) zu Reichsfürsten. Die Dynastie regierte in diversen Linien und Unterlinien verschiedene, zerteilte Gebiete; um 1700 gab es zehn reußische Grafschaften beider Hauptlinien. Noch bis zur Novemberrevolution 1918 bestanden als souveräne Bundesstaaten des Deutschen Kaiserreichs das Fürstentum Reuß älterer Linie mit der Landeshauptstadt Greiz und das Fürstentum Reuß jüngerer Linie mit der Landeshauptstadt Gera.

Zwar sind die vormals regierenden Linien inzwischen im Mannesstamm erloschen (die ältere in Greiz 1927, die jüngere in Gera 1945); von letzterer hatte sich aber 1692 die nicht-regierende Nebenlinie Reuß-Köstritz abgespalten, die 1806 ebenfalls in den Reichsfürstenstand erhoben wurde. Diese Linie existiert als derzeitiges Haus Reuß noch heute; „Chef des Hauses“ ist Heinrich XIV. Fürst Reuß
Text Quelle: Wikipedia

 

 

 

 

 

Greiz Fürstenfamlie Heinrich 22. um 1890

   

Die Burgen der Vögte

Oberes Schloss Greiz

Schloss Osterstein Gera, wurde im

Krieg zerstört