natur-2014
Natur 13
Natur
Vogtlandbilder
Wanderungen
Natur 16
Sagenweg
Logo
Presse
PRESSEMITTEILUNG
Weida

Regionalmanagement der Region Greiz

Tour-Natur startet in die 2. Runde




Tour-Natur 2012 Abschlussbericht

 

Veranstaltungsreihe Tour-Natur  zeigte 2012

 

 

Erlebnisvielfalt

 

 

 

Nach der ersten Auflage im letzten Jahr lockte die Tour-Natur auch dieses Jahr zahlreiche Besucher zu den Natur-Schönheiten im Landkreis Greiz. Petra Vetterlein vom Regionalmanagement und Dr. Karli Coburger von der unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Greiz ziehen daher ein positives Fazit: „Der Zuspruch bei den Veranstaltungen zeigt das hohe Interesse an den Natur-Schätzen vor unserer Haustür“, so Vetterlein. In acht Etappen konnten Interessierte die Besonderheiten der heimischen Tier-und Pflanzenwelt entdecken und Naturgenuss pur erleben.

 

 

Bilder großklicken

 

Wie im Vorjahr fiel der Startschuss für die Tour-Natur bei der Eröffnung der Naturschutz-Information am ersten Mai in Waldhaus. Danach folgten Ausflüge nach Auma zu einer Vogelstimmenwanderung in den Morgenstunden und zu der renaturierten Gessenhalde bei Ronneburg. Mitte des Jahres standen die botanischen Kostbarkeiten bei Hundhaupten sowie das Weidatal zwischen den Talsperren auf dem Programm. Im August schließlich lernten die Besucher, neben dem idyllischen Felsental, ebenso die Artenvielfalt von Pflanzen- und Flechten des Steinicht kennen. Geplant war zudem eine Tour zum Frießnitzer See, welche letztendlich durch die späte Jahreszeit und die aktuellen Bau- und Pflegemaßnahmen zur Revitalisierung des Naturschutzgebietes doch nicht stattfinden konnte.

Bei den geführten Wanderungen konnten die Referenten meist zwischen 15 und 85 Besucher begrüßen. Bei den Naturliebhabern besonders gefragt waren die „Safari-Tour“ durch den Pöllwitzer Wald und die geologische Führung zu dem Steinbruch im Hüttchenberg bei Wünschendorf. Anders lief es hingegen zur Tour durch das Brahmetal, welche als einzige von Dauerregen begleitet wurde. Eine begeisterte Dame trotzte dem Wetter und wurde dafür mit einer Privatführung belohnt.

Steinbruch im Hüttchenberg, Quelle: Sebastian Schmidt
 „Safari-Tour“ im Pöllwitzer Wald, Quelle: Doreen Safar

 




Tour-Natur 2012 (8) Bericht

 

Erdgeschichte vor der Haustür


 

Über 70 Besucher bei Tour-Natur

 

Bild großklicken

Steinbruch im Hüttchenberg

 

Dr. Diethard Fricke staunte nicht schlecht, als sich am vergangenen Sonntag auf dem Parkplatz vor der Gebrüder-Grimm-Grundschule in Wünschendorf mehr und mehr Wanderfreunde versammelten. Letztlich folgten über 70 Besucher dem Geologen auf eine Tour durch die Erdgeschichte.
Los ging es in Richtung Märchenwald mit ersten Informationen zu den Schiefergesteinen am Wegesrand. Am südlichen der beiden Hüttchenbergbrüche folgte dann eine umfangreiche geologische Einordnung des Umfeldes. „Das Quarzit-Gestein der Steinbrüche ist maximal 250 Meter mächtig und eigentlich nichts anderes als eine Sandablagerung im Meer“, so Fricke. Im Ordovizium vor etwa 450 Million Jahren kam es zu solch einer Ablagerung, als die Region vom Meer geflutet war. Durch eine Metamorphose werden die Sandsteine unter hohen Druck und enormer Hitze zu Quarziten zusammengeschoben. „Das besondere in
diesem Steinbruch ist die tektonische Falte, welche eine überregionale Bedeutung darstellt. In den meisten Geologie-Lehrbüchern oder auch auf Fachtagungen wird diese Faltung abgebildet“, berichtete der Geologe.
 

Die tektonischen Faltungen

Bilder großklicken

 

Nach diesem erdgeschichtlichen Rückblick führte die Wanderung entlang des Märchenwaldes den Kamnitzgrund hinauf und über den zertifizierten Elsterperlenweg wieder nach Wünschendorf zurück. Oberhalb der Hüttchenbergbrüche wurden die Besucher zum Abschluss noch einmal mit einem reizvollen Blick auf das Elstertal belohnt.
Die zwei großen Steinbrüche entstanden in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts und wurden bis 1970 betrieben. Der Abtransport der Gesteine erfolgte schnell über nahegelegene Waldbahn. Nur drei Jahre nach der Stilllegung wurden die Steinbrüche zum Flächennaturdenkmal erklärt.

Fotos: Sebastian Schmidt

 

 




Tour-Natur 2012 (8)

Neue Seite 1
 

Einblick in die Erdgeschichte


 

Tour-Natur in den Hüttchenbergen bei Wünschendorf

 

 

Bild großklicken

Steinbruch in den Hüttchenbergen

 

 

 

Die Hüttchenberge sind nicht nur als Lebensraum bestimmter Tierarten geschützt, sie sind vor allem ein geologisches Denkmal aus einer uralten Erdformation, dem Ordovizium. Das Wirken gewaltiger Naturkräfte formte an der Weißen Elster bei Wünschendorf Felswände, deren Bilder in vielen geologischen Lehrbüchern zu sehen sind. Aufgrund von starken Regenschauern fiel diese Tour im letzten Jahr buchstäblich ins Wasser.

Umso mehr freut sich Geologe Dr. Diethard Fricke, die Besucher am Sonntag, den 30. September zu dieser Wanderung begrüßen zu dürfen.

Im Mittelpunkt steht dabei viel Interessantes zum geologischen Naturdenkmal und der Auffaltung der verschiedenen Gesteinsschichten.

Treffpunk ist der Parkplatz vor der Gebrüder-Grimm-Grundschule in Wünschendorf um 14:00 Uhr. Von dort aus geht es zu den Steinbrüchen an den Hüttchenbergen, in den Kamnitzgrund und wieder zurück. Festes Schuhwerk wird auf dem etwa zweistündigen Ausflug empfohlen.
 

Bild großklicken

 

Bild großklicken

 

Steinbruch in den Hüttchenbergen

 

Alternativ kann man den Tag auch mit einer Einkehr in der Märchenwaldbaude oder dem Besuch des Märchenwaldes ausklingen lassen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Eingang zum Märchenwald

 

Über diesem "LINK" kommen Sie zum Märchenwald im Tal des Kamnitzbaches

 

 

 




Tour-Natur 2012 (7) Wanderbericht vom 20.08.12

 

Das Steinicht – ein wildromantisches Felsental


 

Pflanzen und Flechten im Mittelpunkt

 

 

Sie können alle 4 Bilder großklicken

 

Selten durften Besucher der diesjährigen Tour-Natur solche Wetterbedingungen genießen,wie am letzten Sonnabend zur siebten Wanderung. Fast 20 Grad im Schatten und strahlend blauer Himmel warteten auf die etwa 20 Naturfreunde, die sich an der Gippenschänke trafen,um die Besonderheiten des Steinichts kennenzulernen.

Dr. Karli Coburger klärte einleitend über den Schutzcharakter des Felsentals auf. Auf Thüringer als auch auf Sächsischer Seite ist es als Landschaftsschutz-, Naturschutz- sowie als FFH (Flora-Fauna-Habitat)- Gebiet ausgewiesen.
Danach ging es Richtung Süden entlang der Weißen Elster und des Bahndammes zum Orbisgraben. Als Experten waren die Botanikerin Elke Gehroldt und der Flechtenspezialist Jürgen Rettig extra aus Gera angereist, um unzählige Pflanzen- und Flechtenarten entlang der Strecke vorzustellen. Die Flechte besteht eigentlich aus zwei Lebewesen, einem Pilz und einer Alge. Beide sind voneinander abhängig und leben in Symbiose miteinander.Anschaulich stellte Rettig die verschiedenen Arten Krusten- Blatt- und Strauchflechte den Zuhörern vor. Er selbst habe schon 96 verschieden Arten im Steinicht gezählt, dabei gibt es jedoch noch weitaus mehr, so Rettig. Elke Gehroldt überzeugte mit ihrem Wissen über Wiesenknopf, Hohlzahn, Spitz- und Breitwegerich und vielen weiteren Pflanzen und Kräutern.Neben den Flechten und Pflanzenarten berichtete Dr. Coburger auch von Nachweisen der Wildkatze im Steinicht. Diese wird vor allem im Elstertal zwischen Greiz und Berga immer wieder gesehen.

 Dank der „Lochstabmethode“, bei dem ein Holzpfahl mit Baldriantee
besprüht wird und die Wildkatze dadurch anzieht, konnten deren Haare auch im Steinicht nachgewiesen werden.

Jürgen Rettig (rechts) erklärt den Besuchern die verschiedenen Flechtenarten

 
Nach knapp zwei Stunden wurde der Orbisgraben, welcher die Grenze von Thüringen und Sachsen darstellt von den Wanderfreunden erreicht. Von dort aus ging es entweder zurück zur Gippenschänke oder auf eine Extra-Runde mit weiteren Details von Jürgen Rettig.
Die Flechte besteht eigentlich aus zwei Lebewesen, einem Pilz und einer Alge. Beide sind voneinander abhängig und leben in Symbiose miteinander.Anschaulich stellte Rettig die verschiedenen Arten Krusten- Blatt- und Strauchflechte den Zuhörern vor. Er selbst habe schon 96 verschieden Arten im Steinicht gezählt, dabei gibt es jedoch noch weitaus mehr, so Rettig. Elke Gehroldt überzeugte mit ihrem Wissen über Wiesenknopf, Hohlzahn, Spitz- und Breitwegerich und vielen weiteren Pflanzen und Kräutern.Neben den Flechten und Pflanzenarten berichtete Dr. Coburger auch von Nachweisen der Wildkatze im Steinicht. Diese wird vor allem im Elstertal zwischen Greiz und Berga immer wieder gesehen. Dank der „Lochstabmethode“, bei dem ein Holzpfahl mit Baldriantee
besprüht wird und die Wildkatze dadurch anzieht, konnten deren Haare auch im Steinicht nachgewiesen werden.
Nach knapp zwei Stunden wurde der Orbisgraben, welcher die Grenze von Thüringen und Sachsen darstellt von den Wanderfreunden erreicht. Von dort aus ging es entweder zurück zur Gippenschänke oder auf eine Extra-Runde mit weiteren Details von Jürgen Rettig.

 

Am 30. September startet die vorletzte Wanderung der Tour-Natur 2012 in die Hüttchenberge bei Wünschendorf. Dr. Diethard Fricke hofft dann auf ebenso gutes Wetter wie im Steinicht, da seine Wanderung im letzten Jahr im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen ist.

 




Tour-Natur 2012 (7)

 

Tour-Natur durch das Naturschutzgebiet Steinicht

 

 

Das Steinicht – ein wildromantisches Felsental


 

Bilder großklicken

 

Die zweite August-Wanderung der Tour-Natur 2012 führt die Besucher an die Landesgrenze Thüringens, durch das Naturschutzgebiet Steinicht. Unterhalb der Rentzschmühle hat die Weiße Elster ein tiefes, felsiges Tal eingeschnitten, welches schon vor über 200 Jahren Naturfreunde begeisterte. Das Flusstal mit den seltenen Diabas-Felsenbildungen und der damit verbundenen Pionier- und Felsplattenvegetation bietet viele ökologische Nischen für seltene Tier- und Pflanzenarten. Das länderübergreifende Natur- und EU-Schutzgebiet Steinicht wird in dieser fachkundigen Wanderung durch die Botanikerin Frau Gehroldt und dem Moos und Flechten Spezialisten Herrn Rettig präsentiert.
 

Start der etwa zweistündigen Tour ist am Sonnabend, den 18. August 2012 um 10 Uhr!
 

Treffpunkt ist der Parkplatz an der "Gippenschänke", in Elsterberg / OT Gippe. Von dort aus geht die Exkursion Richtung Süden an der Elster entlang bis hin zum Orbisgraben,
Orbisfelsen und wieder zurück nach Elsterberg




Tour-Natur 2012

 

Rückblick der Sonderveranstaltung vom 2. August 2012


 

„SAFARI-Tour“ durch den Pöllwitzer Wald

 

 

Bild großklicken

 

 

Naturschutz von der Heide, zu den Mooren bis hin zu den Himmelsteichen Allem Anschein nach verliert der Pöllwitzer Wald für die Naturfreunde nicht so schnell seinen Reiz. Laut Doreen Safar und Ehemann Robert Zimmermann-Safar war die erste selbst organisierte SAFARI-Tour am letzten Sonntag mit etwa 80 Besuchern ein voller Erfolg. "Mit einer solchen Beteiligung haben wir nicht gerechnet, obwohl im letzten Jahr schon viele Interessierte bei der Tour-Natur dabei waren.“, so Doreen Safar.

In den knapp zweieinhalb Stunden wanderte der Trupp vom Parkplatz in Neuärgerniß über den "Großen Schießplatz" in Richtung der renaturierten Moorflächen. Währenddessen vermittelte der zuständige Revierförster Robert Zimmermann-Safar, viel Wissenswertes über die Geschichte des Pöllwitzer Waldes und seine schützenswerte Flora und Fauna. Auch auf die durchgeführten Naturschutzmaßnahmen an den Himmelsteichen auf dem "Großen Schießplatz" und der Renaturierung der Zwergstrauchheide- und Moorflächen wurde eingegangen. Nach dem leerreichen Part der Wanderung nahmen die Besucher ihre angekündigte Überraschung in Empfang. So gab es selbstgebackenen Blaubeerkuchen und Hollunderblütenlikör aus eigener Herstellung des Försterpärchens. Wieder am Parkplatz  angekommen verabschiedeten die Organisatoren Robert Zimmermann-Safar und Doreen
Safar die Wandertruppe.

Bild großklicken

„Trotz, dass viele Besucher den Pöllwitzer Wald schon von fast allen Seiten her durchlaufen haben, bekamen wir viel Zuspruch und Wünsche für die folgenden Wanderungen. Das gibt uns den Ansporn, im nächsten Jahr so weiter zu machen“, resümierte Safar.

 

 

Quelle: Doreen Safar




Tour-Natur 2012: Sonderveranstaltung


 

Naturschutz im Pöllwitzer Wald

 

von der Heide, zu den Mooren bis hin zu den Himmelsteichen

 

Sie können beide Bilder großklicken

Besucher der Tour-Natur 2011 im Pöllwitzer Wald
Quelle: Doreen Safar

 

Forst-Ingenieurin Doreen Safar begeisterte im letzten Jahr rund 160 Besucher mit der Vielfalt des Moorgebietes im Pöllwitzer Wald. Grund genug auch in diesem Jahr das größte zusammenhängende Waldgebiet Ostthüringens gemeinsam zu erforschen.
Wer Lust und Laune hat sich einige der vielen wertvollen Refugien des Pöllwitzer Waldes näher anzusehen und erläutern zu lassen, sollte am kommenden Sonntag seine Wanderschuhe schnüren. Auf dem Areal des ehemaligen "Großen Schießplatzes", im nördlichen Bereich nahe Neuärgerniß, werden die schon mehrere Jahrzehnte alte Heide und die neu angelegten Himmelsteiche bestaunt. Weiter geht es zu den renaturierten Moorflächen, wo zukünftig ein Moorerlebnispfad entstehen soll. Natürlich wird bei dieser kleinen Exkursion auch die Geschichte des Pöllwitzer Waldes - als ehemaliger Truppenübungsplatz der Grenztruppen - sowie seine besondere und seltene Flora und Fauna nicht zu kurz kommen.

 

 

Treffpunkt ist der Parkplatz Neuärgerniß an der B 94 um 15:00 Uhr. Die etwa zweistündige Wanderung kostet 2,50 Euro pro Person, Kinder bis 16 Jahre sind frei. Es wird um eine Anmeldung bis zum Donnerstag, den 02.08.2012 unter den Nummern 036628/955674 oder 0171/7791922 gebeten. Auf jeden Teilnehmer wartet zum Abschluss der Tour eine kleine köstliche Überraschung aus dem Pöllwitzer Wald!

Kontakt:
Regionalmanagement der Region Greiz
Herr Sebastian Schmidt
Projektmanager Standortfaktoren
Telefon: 03661/611-450
Fax: 03661/611-453
E-Mail: s.schmidt@region-greiz.de
Internet: www.region-greiz.de




Tour-Natur 2012 (6)

 

Tour-Natur durch das Weidatal

 

Das Weidatal zwischen den Talsperren
 

Bild großklicken

Blick auf die Talsperre Zeulenroda

 

 

Das Weidatal war schon im letzten Jahr ein Ziel der Tour-Natur. Die vielbesuchte Wanderung führte damals von Wünschendorf nach Weida. Die sechste Exkursion der diesjährigen „Tour-Natur im Landkreis Greiz“ wird die Besucher nun in die idyllische
Flussaue der Weida zwischen den Talsperren entführen.
Die fachkundigen Führer Herr Prof. Teuscher und Herr Titz freuen sich am Samstag, den 28. Juli 2012 auf zahlreiche Naturfreunde. Bei hoffentlich gutem Wetter werden beide dem interessierten Teilnehmer die Schönheiten von Flora und Fauna dieses Landschaftsraumes näher bringen. Unterhalb von Weißendorf kann der aufmerksame Wanderer auf engem Raum eine Vielzahl verschiedener Biotoptypen erleben. Neben extrem nassen oder schattigkühlen findet man auch trockene und heiße Lebensräume. Das birgt viele ökologische Nischen für eine hohe Artenvielfalt hervor. Fast alle heimischen Baumarten und eine reichhaltige Vogelwelt findet man ebenso wie botanische Besonderheiten in diesem noch naturnahen Abschnitt der Weida.
 

Alle Interessenten sind herzlich eingeladen. Treffpunkt ist um 09:00 Uhr auf dem Parkplatz vor der Talsperrenmeisterei Zeulenroda, Flur Leize (kurz vor dem Bio-Seehotel)




Tour-Natur 2012 (5 Teil 2)

 

Das Brahmetal – Lebensader in der Agrarlandschaft

 

 

Bericht der zweieinhalbstündigen Wanderung

 

 

Bild großklicken

Blick in das Brahmetal

 

Steinkauz und Eremit im Brahmetal

Da Petrus seit Tagen die Himmelschleusen unentwegt geöffnet hatte, lag bei den Veranstaltern die Vermutung nahe, dass die 5. Veranstaltung der Tour-Natur 2012 buchstäblich ins Wasser fallen würde. Doch die hartgesottenen Naturfreunde hielt das regnerische Wetter nicht davon ab auf der gut zweieinhalbstündigen Wanderung am letzten Sonnabend das eher unbekannte Naturkleinod Brahmetal zu erkunden.

Die Exkursion führte entlang des Kleinbahndamms, auf der gleich zu Beginn der Wanderung eine Blindschleiche den Weg kreuzte. Bei Zschippach ging es in das Lutschetal, einem Seitental des Brahmetals, wo die Zechsteinklippen bei Schwaara, die naturgeschichtlich herausragende Bedeutung besitzen, besichtigt wurden. Im Zuge des Trassenbaus der ehemaligen Kleinbahn von Gera-Pforten nach Wuitz-Mumsdorf wurde hier eine bedeutende Brachiopoden-Fundstätte aufgeschlossen. Während der ganzen Wanderung begeisterte Naturreferent Sebastian Schopplich (NABU Gera-Greiz e.V.) die Besucher mit interessanten Details zur Landschaftsgeschichte sowie zu heimischen Amphibien, Reptilien, Käfern und Vögeln. Das Brahmetal mitsamt seiner Seitentäler ist für Naturfreunde ein echter Geheimtipp, denn trotz vielfältiger Landschaftsveränderungen zu Ungunsten der Natur – so der Bau der A4 im vorigen Jahrhundert oder der Nordosttangente der Stadt Gera vor wenigen Jahren - hat sich eine bemerkenswerte Flora und Fauna erhalten, die immer wieder auch Fachleute erstaunt. Hier finden sich äußerst seltene Arten wie der Steinkauz, die Wechsel- und die Kreuzkröte oder der Juchtenkäfer, oft auch „Eremit" genannt. Daher ist die Brahmeaue sowohl im Landkreis Greiz als auch im Gebiet der Stadt Gera als Flora-Fauna- Habitat-Gebiet geschützt und entlang des Brahmetals reihen sich zahlreiche Flächennaturdenkmäler auf.

 

Bild großklicken

Blick in das Lutschetal

 

Ebenso erwähnenswert sind die Kirchen im Brahmetal, allen voran St. Petri zu Dorna, die als Sitz der Urpfarrei jahrhundertelang das Zentrum des Brahmetals war. Nicht nur ihr außergewöhnlicher Baukörper, sondern auch die vorbildliche Umsetzung der Belange des Artenschutzes gebäudebewohnender Arten (Fledermäuse, Schleiereulen, Dohlen, Turmfalken und Mauersegler) ist sehenswert. Während der Wanderung in der Dornaer Flur bezeugte die Anwesenheit zahlreicher Dohlen, die hier viele Jahre nicht angetroffen wurden, den Erfolg der Artenschutzmaßnahmen. Der Rückweg führte an der Türken- und Fuchsmühle vorbei, oft begleitet vom Ruf der Goldammer, durch das untere Dorf von Zschippach. An der Grundschule Brahmenau schloss sich der Kreis der Wanderung.

Naturfreunde, die die vorbildliche Naturschutzarbeit der Kirchgemeinde Dorna kennen lernen möchten, sollten sich schon jetzt den 24. August 2012 vormerken. Herr Jürgen Rettig aus Gera wird eine seltene, auf der Dornaer Friedhofsmauer wachsende Flechte vorstellen und zugleich kurzweilig über die allgemeine Biologie der Flechten berichten. Anschließend wird der NABU Gera-Greiz e.V. die Kirchen zu Dorna, Pölzig, Röpsen und Wernsdorf bei Söllmnitz mit der Plakette „Lebensraum Kirchturm" auszeichnen, um das Engagement der Kirchgemeinden zugunsten des Artenschutzes zu würdigen. Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr in der Kirche St. Petri zu Dorna.

 




Tour-Natur 2012 (5)

 

Das Brahmetal – Lebensader in der Agrarlandschaft

 

 

Ein Geheimtipp für Naturfreunde - Exkursion mit NABU-Aktiven

 

 

Wanderung durch das Brahmetal

 

Das nordöstliche Gebiet des Landkreises, zwischen der Stadt Gera und dem Altenburger Land gelegen, ist auf den ersten Blick keine Region mit reicher Naturausstattung. Doch gerade hier finden sich äußerst seltene Arten wie der Steinkauz, die Wechsel- und die Kreuzkröte oder der Juchtenkäfer, der oft auch „Eremit“ genannt wird.
Die Exkursion führt die Besucher am Sonnabend, den 7. Juli ins Brahme- und Lutschetal.Sebastian Schopplich, Vorstandsmitglied des NABU Kreisverbandes Gera-Greiz e.V., wird hier die Landschaftsgeschichte sowie heimische Amphibien und Reptilien vorstellen. Ihm zur Seite steht Hans-Jürgen Baum, der die Vogelwelt des Brahmetals seit vielen Jahrzehnten beobachtet und einer ihrer besten Kenner ist.

Das Brahmetal ist für Kenner ein echter Geheimtipp, denn trotz vielfältigster Landschaftsveränderungen zuungunsten der Natur hat sich hier eine bemerkenswerte Flora und Fauna erhalten, die auch immer wieder Fachleute erstaunt.Ebenso erwähnenswert sind die Kirchen im Brahmetal, allen voran St. Petri zu Dorna, die als Sitz der Urpfarrei jahrhundertelang das Zentrum des Brahmetals galt. Nicht nur ihr außergewöhnlicher Baukörper, sondern auch die vorbildliche Umsetzung der Belange des Artenschutzes gebäudebewohnender Arten (Fledermäuse, Schleiereulen, Dohlen,Turmfalken und Mauersegler), ist sehenswert.
Die Route wird bei Zschippach auch in das Lutschetal führen. Hier ist ein bedeutendes Naturdenkmal zu besichtigen - die Zechsteinklippen bei Schwaara, die naturgeschichtlich herausragende Bedeutung besitzen. Auf Wunsch kann die Wanderung bis nach Dorna erweitert werden, vorbei an der Türken- und Fuchsmühle.
Die etwa zwei Stunden lange Führung beginnt um 9.00 Uhr am Parkplatz des Dorfgemeinschaftshauses in Brahmenau. Weitere arkmöglichkeiten gibt es am Schulberg,
neben der Grundschule Brahmenau.

Greiz, 28.06.2012

 



Tour-Natur 2012 (4):

 

Artenvielfalt in der Flur Hundhaupten

 

 

Wanderung durch das Hegebachtal

 

Wanderung durch das Hegebachtal

 

Nach der Tour durch das Gessental bei Ronneburg wartet schon am kommenden Sonntag, den 17. Juni die nächste Etappe der Tour-Natur mit spannenden Fakten auf die Naturfreunde.
Die Wanderung führt von Hundhaupten durch das Kerbsohlental des Hegebachs in Richtung Speicher Schöna und wieder zurück. Neben quelligen, versumpften Bereichen von Feucht-und Nasswiesen bietet das Tal auch ein seit 1985 geschütztes Flächennaturdenkmal. Es zeichnet sich durch ein vielfältiges und artenreiches Vegetationsmosaik aus, in dem unter anderen Orchideen, wie das Breitblättrige Knabenkraut, zu finden sind. Die abwechslungsreiche Route zeigt ebenso idyllische Teiche, heimische Wälder und Streuobstwiesen.
Die Wegstrecke beträgt 4-5 km, ist auch für Kinder geeignet und wird etwa 2 Stunden dauern. Treffpunkt ist die Ortsmitte in Hundhaupten um 09:30 Uhr, wo die Referenten Frau Dipl.-Biol. Andrea Geithner und Herr Dietrich Tuttas auf zahlreiche Besucher warten werden.

Greiz, 12.06.2012

 



Tour-Natur 2012 (3)

 

„Natur neu geformt – Die Gessenhalde“

 

 

Wismut-Halde entwickelt sich zum Biotopkomplex
 

Bild großklicken

Blick ins Gessental von der Drachenschwanzbrücke

 

Als ein riesiges „Freilandexperiment“ stellt sich das Gelände der ehemaligen Gessenhalde bei Ronneburg dar. Bis 1990 lagerte hier im Zuge des Uranbergbaus radioaktiv belastetes Gesteinsmaterial. Die dritte Etappe der Tour-Natur 2012 führt die Besucher am Samstag, den 9. Juni durch die sanierte Umgebung.

Die Drachenschwanzbrücke

Archivbild von der Buga 2007

 
Auf einer Fläche von 28 ha wurden verschiedene Biotoptypen geschaffen sowie anspruchsvolle, landschaftsgestaltende Maßnahmen durchgeführt. Ziel ist es, mit diesem sich langsam entwickelnden Biotopkomplex langfristig den Erhalt bzw. die Wiederansiedlung stark gefährdeter Tierarten der Offenlandschaft zu ermöglichen. Erste Erfolge haben sich bereits gezeigt: der Rotmilan nutzt das Gelände als Nahrungshabitat, auf einem Weiher brüten Zwergtaucher, die seltenen Braun- und Schwarzkehlchen kommen hier vor und neuerdings sogar das Blaukehlchen. Alles in allem leistet der Maßnahmenkomplex einen entscheidenden Beitrag zum Artenschutz und dient der Erhöhung der biologischen Vielfalt in der Region.
Fachkundige Ornithologen begleiten die Etappe auch diesmal wieder. Treffpunkt ist der Parkplatz an der Grobsdorfer Straße (ehem. Weltentor) um 09:00 Uhr. Vogelliebhaber sollten ihr Fernglas nicht vergessen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.



Tour-Natur 2012 (2)

 

          Vogelstimmenwanderung rund um Auma

 

Bild großklicken

 

Unter dem Motto „Welcher Vogel singt denn da?" startete am Sonntag früh um sechs Uhr die zweite Etappe der Tour-Natur 2012. Auf dem Aumaer Markt trafen sich etwa 20 Naturfreunde, um in den Morgenstunden den verschiedenen Vogelstimmen zu lauschen.

Hans-Bernd Jende vom Kultur- und Heimatverein Auma führte die interessierten Vogelfreunde durch die Lebensräume der heimischen Singvögel. Dabei konnten Arten, wie Wasseramsel, Singdrossel oder Elster, entdeckt und aufmerksam beobachtet werden. Interessierte fragten nach den aktuellen Vogelbeständen von Habichten und Eulen. Sie erfuhren, dass der Waldkauz eher bei Zeulenroda und die Schleiereulen kaum um Auma anzutreffen sind.

Thematisiert wurde auch das Amselsterben in Deutschland aufgrund des afrikanischen Usutu-Virus. Auf den Bestand in der Aumaer Region hat dieses Virus jedoch noch keinen Einfluss genommen.

Neben den Informationen rund um die Tierwelt mahnte Jende, der die Rundwanderung schon seit den 70er Jahren mit großen Enthusiasmus durchführt, auch die Umweltbelastung durch illegale Müllentsorgungen in den Wäldern der Region an.

Die nächste Etappe der Tour-Natur 2012 startet am 9. Juni bei der Gessenhalde in der Nähe von Ronneburg.

Greiz, 07.05.2012




Tour-Natur 2012 (1)

Morgenwanderung
 

Morgenwanderung: Welcher Vogel singt denn da?

Bild großlicken

 Schwarzkehlchen, Foto: Frank Leo

 

Nach dem Auftakt der Tour-Natur am 1. Mai an der Naturschutz-Information Waldhaus, findet die nächste Veranstaltung schon am kommenden Wochenende statt. Am Sonntag den 6. Mai beginnt auf dem Markt von Auma um 6 Uhr eine Tour für Frühaufsteher. Unter dem Motto "Welcher Vogel singt denn da?" führen auf dieser Morgenwanderung fachkundige Ornithologen durch die Lebensräume unserer Singvögel. Der Vogelfreund erfährt dabei viel Wissenswertes über Verhalten und Lebensraumanspruch der verschiedenen Vogelarten und wird dadurch Anregungen zum Schutz der heimischen Sänger im eigenen Grundstück mitnehmen können.