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Weida

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Aktuelle Presseinformation vom 12. Juli 2012

 

Aktiver Naturschutz vor der Haustür

 

Informationsabend über die Revitalisierung des Frießnitzer Sees und der Struth-Aue

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„Wir haben die Welt von unseren Kindern nur geliehen.“ Mit dieser indianischen Weisheit schloss die Informationsveranstaltung im vollbesetzten Vereinshaus Großebersdorf am Mittwochabend zum Thema Revitalisierung Frießnitzer See und Struth-Aue. Dr. Wolfgang Klemm, einer der besten Kenner des 355 ha großen Naturschutzgebietes, unterstrich mit seinem Vortag dessen Bedeutung für die heimische Flora und Fauna und stellte die besondere Schutzbedürftigkeit heraus.
Jahrhunderte lange Rodungen, intensive Bewirtschaftung und die Überdüngung von Feldern führten und führen zu starken Erosionen, lassen die Gewässer verschlammen und Feuchtgebiete vertrocknen – Tonnen schädlicher Nitrate, Phosphate und Sedimente landen jedes Jahr im Frießnitzer See, den kaum noch eine Wasserschicht bleibt. Das empfindliche Ökosystem reagiert mit dem Verschwinden zahlreicher Pflanzen- und Tierarten. „Wenn sie wüssten, was es hier alles einmal gab! Von den ehemals fast 1.400 Arten sind bereits 153 kaum bis nicht mehr vorhanden. Immer öfter findet man viele von ihnen nur noch im mehrjährigen Abstand.“, verdeutlichte Klemm

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Im bis Anfang 2014 angelegten Großprojekt zur Revitalisierung des Gebietes, widmet sich der Naturschutzbund (NABU) und die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe seit Juni diesen Jahres vielfältigsten Gegenmaßnahmen, welche über die Förderinitiative „Ländliche Entwicklung in Thüringen“, Programm „Entwicklung von Natur und Landschaft“ (ENL) gefördert werden. So sollen zum Beispiel Seen entschlammt, Feuchtwiesen revitalisiert und Bachläufe instandgesetzt werden. Die alte Entenmast weicht einem Beobachtungsturm. Ein Unterstand für Tiere soll auch Fledermäusen als Quartier dienen. „Wenn alles klappt, stehen hier in einer Freilandweide bald auch Wasserbüffel, die hervorragend für die Beweidung der Feuchtwiesen geeignet sind “, so Christoph Kammer vom NABU.
Unterstützt wird das ehrgeizige Vorhaben vom Regionalmanagement der Region Greiz. „Da uns Naturschutz alle angeht und eine intakte Natur auch unsere Region befruchtet, möchten wir uns gern mit in das Projekt einbringen.“, sagte Matthias Pohle, Projektmanager beim Regionalmanagement. „Doch auch jeder Bürger und jede Kommune, jedes Unternehmen und jeder Verein ist dazu angehalten, seinen Teil beizutragen, um die natürliche Vielfalt unserer Heimat zu unterstützen.“
Kontakt:
Matthias Pohle – Projektmanager Wirtschaft

03661 611-451 / m.pohle@region-greiz.de