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Die Pfaffenmühle – ein beliebtes Ausflugsziel in der

 

 

Vogtländischen Schweiz

 

 

 

 Die Pfaffenmühle samt Biergarten unter schattenspendenden Kastanienbäumen

 

Mit dem Bau der Elstertalbahn zwischen Gera und Weischlitz im 19.Jahrhundert entwickelte sich das Gebiet  der Vogtländischen Schweiz vor allem für die Menschen aus dem Greizer Raum zu einem der beliebtesten Ausflugsziele. Eine Wanderroute führt vom Bahnhof  Barthmühle aus über Röttis oder durch das Nympfental bis zur 2,7  Kilometer entfernten Ausflugsgaststätte Pfaffenmühle. Von der Röttiser Höhe aus bietet sich ein Ausblick auf das in den Jahren 1845-1851 erbaute Wahrzeichen der Vogtländischen Schweiz, der Elstertalbrücke. Natur pur können dabei die Wanderer entlang der Wege mit unberührten Wiesen samt unzähligen blühenden Kräutern erleben. Mit dem Spruch in vogtländischer Mundart : „Ihr Leit, seit herzlich willkomme und kommt ner rei!“ empfängt das Team der Pfaffenmühle im Tal des  Kaltenbaches die zahlreichen Gäste, die sich vor allem an den Wochenenden auf den Weg in diese historische Ausflugsgaststätte mit Pension machen. Unter den riesigen, schattenspendenden Kastanienbäumen hat der beliebte Biergarten sein Domizil. Bei schönem Wetter finden hier zweimal im Jahr Blasmusikkonzerte statt, die immer wieder eine große Besucherschar anlocken. Zwei Schlachtfestessen mit Tanzabenden und natürlich der Himmelfahrtstag versprechen stets ein volles Haus. Die Kinder können sich im Streichelzoo vergnügen oder die Tiere im Tiergehege beobachten. In jedem Winkel dieses Anwesens, das im kommenden Jahr sein 135-jähriges Bestehen feiert, begegnet dem Besucher ein Stück vogtländische Geschichte. Dazu zählen eine umfangreiche Sammlung von Küchen- und Hausgeräten aus Urgroßmutters Zeiten bis hin zu landwirtschaftlichen Geräten oder auch Bilder der Ahnen, wie zum Beispiel vom Erbauer Wilhelm Merkel. Sogar eine funktionsfähige Wäschemangel aus dem Jahr 1939 wird heute noch genutzt.  Vom ersten Advent bis in die Märztage hinein dreht in einer Ausstellung die Modelleisenbahn ihre Runden. Auch ein mit vogtländischen Motiven gestalteter Weihnachtsberg kann bewundert werden.  Die pensionierte Wirtin Gisela Jahnsmüller lässt es sich nicht nehmen,  die Gäste des Hauses persönlich zu begrüßen. Die  Stammgäste kennt sie natürlich alle und auch jene, die nur ab und zu einmal den Weg in dieses gastliche Haus finden, das heute in der vierten Generation von Jürgen Jahnsmüller und Tochter Ute Palmetshofer  geführt wird. Und wer es genauer wissen will, dem erzählt Gisela ausführlich  die Geschichte des Hauses. 

Aus Chroniken geht laut Festschrift anlässlich des 125-jährigen Bestehens hervor, dass bereits im 15. Jahrhundert eine Mahlreinrichtung am Kaltenbach stand. Ein seit dem 12. Jahrhundert ansässiger geistlicher Orden sammelte zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert skrupellos Besitztümer aller Art ein. Dazu gehörte auch ein Gut zwischen Reißig und Röttis gelegen, das spätere Pfaffengut. Am 24. Juni 1544 überließ man dem Bauer Nickel Riedel das Gut in einem Erbkauf mit der Auflage, dass er, seine Erben und Nachbesitzer Fronleistungen zu erbringen hatten. Da sicherlich das Getreide des Pfaffengutes wenige Schritte weiter im Tal gemahlen wurde, entstand der Name Pfaffenmühle. Johann Bruckner, Ende des 18. Jahrhunderts Besitzer des Pfaffengutes, gilt als Erbauer der Pfaffenmühle. Um 1830 kaufte die Bauernfamilie Merkel die Mühle. Im Jahr 1850 richtete Christian Friedrich Merkel in der Müllerstube im bescheidenen Maße ein Bierausschank ein. 1884 erteilten die Plauener Stadtväter die Schankkonzession. Ein Großbrand vernichtete 1885 das Gebäude. Eine Petroleumlampe wurde vergessen auszumachen. Nur ein Jahr später stand die Pfaffenmühle wieder. 1929 kauften Hugo Jahnsmüller und seine Frau Hildegard, Enkelin der Merkels, das Anwesen. Seit dem hat sich natürlich auch viel verändert. Ein Anbau und Modernisierungen standen an. Doch eins ist geblieben – die Gastfreundschaft und eine Speisekarte ganz nach vogtländischer Art samt der handgemachten grünen Klöße. Geöffnet ist von Freitag bis Dienstag ab 10 Uhr. Mittwoch und Donnerstag sind Ruhetage.

 

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C. F.