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Zweckverband Taweg öffnete zwei

 

Trinkwasseranlagen in Greiz für Besucher

 

 
 

Taweg- Mitarbeiter gaben beim Tag der offenen Tür interessante Einblicke in technische Details der

Trinkwasseraufbereitung und die Geschichte des Wasserwerkes Glohdenhammer sowie der neu errichteten

Pumpstation Randels Wiesen.

 

Wasserwerke 

Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel und kann nicht ersetzt werden. Eine sichere und hygienische Wasserversorgung ist daher ein entscheidender Beitrag zu unserer Gesundheit.

In Deutschland stellt die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) die maßgebenden Regularien auf. Durch seinen Genuss oder Gebrauch darf eine Schädigung der menschlichen Gesundheit insbesondere durch Krankheitserreger nicht zu besorgen sein. Es soll rein und genusstauglich, geschmacklich neutral, kühl und farblos sein. In bestimmten Konzentrationen sind Gehalte an mineralischen Stoffen zulässig.

 

Deutschland ist aufgrund seiner geografischen Lage und Niederschläge sehr wasserreich und  somit in der Lage, den Wasserbedarf  lokal bzw. regional abzudecken. Der Zweckverband TAWEG gewinnt das Trinkwasser u. a. aus Grundwasser durch Brunnen und Quellfassungen und verteilt zudem Fernwasser aus dem Talsperrensystem der Thüringer Fernwasserversorgung.
 

Glohdenhammer 

Zur Ausnutzung des lokalen Wasserdargebotes durch die existierenden Brunnen war es geboten, die Aufbereitung im WW Glohdenhammer zu ertüchtigen. Die ca. 50 m tiefen Brunnen wurden in den Jahren 1909-1911 am „Sauwehr“ niedergebracht.

Das WW in seiner alten Konfiguration wurde am 30.06.2007 wegen der nicht mehr korrekt funktionierenden Filteranlagen und der dadurch sich einstellenden Grenzwertüberschreitungen  verschiedener zu untersuchender Qualitätsparameter von der Netzeinspeisung getrennt. Nun musste für das weggefallene Eigenaufkommen teures Fernwasser aus der Talsperre Leibis bzw. Wasserwerk Zeigerheim gekauft werden. Da das auf Dauer nachweislich nicht die wirtschaftlichste Lösung war und die Preissteigerung der TFW bereits im Raum stand, entschloss sich der ZV TAWEG das Wasserwerk zu modernisieren um das eigene und preiswertere Eigenaufkommen nutzen zu können. Dies betrifft finanziell gesehen alle Wasserverbraucher im Verbandsgebiet.

Technische Daten

Aufbereitungsmenge:

Ausbaugröße:   634.000,- Liter pro Tag (28,8 m³/h)

Jahresmenge:   200.000,- m³/Jahr

Verteilung:

Förderung über die Pumpstation „Randels Wiesen“ in die Hochbehälter Herrenreuth und Obergrochlitz

Versorgungsgebiete:

gesamtes Stadtgebiet Greiz

Kosten

Angaben in Brutto

Auftrag:

1.250,00 T€

Nachträge

4,00 T€

Planung:

130,00 T€

Fördermittel:

0,00 T€

Zeitschiene

Die neue Technik in die alte Bausubstanz zu integrieren war sowohl für die Planer als auch für die Ausrüster eine nicht zu unterschätzende Herausforderung. So sollte eigens für das Einbringen der 4,72 m hohen Kiesfilter mit einem Durchmesser von 2.0 m das Dach entfernt und wieder aufgesetzt werden, wobei die Folgen für die Dachkonstruktion und deren Dichtheit nicht genau bekannt waren.

Der ZV TAWEG hat sich daher mit WKS auf deren Nebenangebot geeinigt, was das Einbringen der Filter durch die Tür beschrieb. Dafür wurde eigens die aus 1964 stammende Kranbahn vom TÜV untersucht.

Baubeginn war der 21.05.2014 mit Demontage- und Abbrucharbeiten. Gleich danach erfolgten die Aushub- und Schalarbeiten für die Absetzbecken und Filterfundamente. Im weiteren Verlauf entstanden im Außenbereich die geplanten Leitungen für Rohwasser von den Brunnen, Reinwasser Richtung HB Laagweg (zur Weiterverteilung) und Abwasser aus den Filterbecken. Die Dosierbehälter für Natronlauge und Eisen-3-Chlorid wurden vorgefertigt und über bauzeitliche Montageöffnungen im ehemaligen Kohlebunker eingebracht.

Aufgrund Lieferschwierigkeiten des Herstellers konnten die ca. 10 m³ fassenden Filterbehälter erst in der ersten Oktoberwoche aufgestellt werden. Nun war für alle Gewerke plötzlich Hochdruck angesagt. Der Bau konnte endlich die Auffangtasse für die Natronlauge einschließlich Sicherheitsbehälter errichten. Die Ausrüster schraubten Rohre, Armaturen und Formstücke und Antriebe an die zahlreichen Stutzen der Behälter und Ionenaustauscher. Die Elektriker konnten endlich Schaltschränke aufstellen und die gesamte Anlage mit knapp 4000 m Kabel unterschiedlichster Dimensionen versehen.

Der Zeitaufwand zur Programmierung sämtlicher Steuerteile, E- Antriebe, Mess- und Regeleinheiten, Dosiermengen, Filterspülzeiten und grenzwertüberwachenden Analysegeräte und deren tadellos funktionierendes Zusammenspiel hat einen doch recht hohen Anteil an der Inbetriebnahmephase. Nach einer aufregenden Einfahr- und Probebetriebszeit erfolgte mit amtlicher Genehmigung am 21.05.2015, also knapp 8 Jahre nach Einstellung der Trinkwasser-Einspeisung die technische Inbetriebnahme und Einspeisung des in der neuen Anlage produzierten Trinkwassers in das Versorgungsnetz.

Pumpstation Randelswiesen

Hintergrund

In der im Jahr 2015 in Betrieb genommenen „Pumpstation Randelswiesen“ wird das im „Wasserwerk Glohdenhammer“ aufbereitete Trinkwasser in die Versorgungsgebiete Ober- und Untergrochlitz, Caselwitz und Moschwitz sowie nach Pohlitz gepumpt. Der größte Höhenunterschied beträgt zirka 150 Meter. Textvorlage: Taweg

 
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C. F.