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9. Triennale im Greizer Sommerpalais eröffnet

 

 

Sommerpalais im Greizer Park

 

„Für mich ist das Greizer Sommerpalais mit seinem SATIRICUM wie eine zweite Heimat, es ist für uns Karikaturisten ein kleines Mekka“, erklärte der Leipziger Achim Jordan während er sich die ausgestellten Werke der 9. Triennale mit dem Titel „Lauter lupenreine Demokraten“ im Gartensaal näher ansah. „Man muss sich als Cartoonist äußern, auch im Hinblick auf die kommenden Generationen“, ergänzte der heute 81-jährige Künstler, der seit Gründung des SATIRICUMS im Jahr 1975 mit Werken vertreten ist und alle ab 1980 stattgefundenen Biennalen sowie die seit 1994 neu konzipierten bundesdeutschen Triennalen der Karikatur, die seit dem alle drei Jahre stattfinden, als Autor mitgestalten und erleben konnte.

Natürlich gehört zu solch einem Höhepunkt eine würdige Eröffnungsveranstaltung, die den zahlreichen Besuchern, darunter die stellvertretende Thüringer Ministerpräsidentin Heike Taubert (SPD), der Landtagsabgeordnete Christian Tischner (CDU) und natürlich den in großer Schar angereisten Künstlern vor dem einstigen Sommersitz der Fürsten Reuß ältere Linie mit musikalischem Auftakt des Trios Saviano, Begrüßungsworten der Direktorin des Hauses, Eva-Maria von Mariassy und einer kurzen Ansprache der Landrätin Martina Schweinsburg geboten wurde. Sie erinnerte daran, dass vor genau fünf Jahren der Park samt Sommerpalais vom Hochwasser heimgesucht und großem Einsatzwillen aller Mitarbeiter und Helfer wieder hergerichtet wurde. Einen weiteren Dank sprach sie an all jene aus, die sich für die aufwendige Organisation und Finanzierung dieser Ausstellung engagiert haben.

Der Dresdner Laudator Peter Ufer, Juryvorsitzender des Deutschen Karikaturpreises, stimmte mit hervorragend pointierten Worten auf die gesellschaftskritischen 248 Werke der 78 Karikaturistinnen und Karikaturisten aus Deutschland, der Schweiz und Österreich ein, die sich einem Thema mit hoher politischer Brisanz gestellt haben und mit ihren Karikaturen die weltweit verkappten Demokraten entlarven. Kein Wunder also, dass dabei Donald Trump oder die einst demokratisch gewählten Despoten wie Erdogan oder Putin mit spitzer Feder ganz besonders aufs Korn genommen werden. Ufers Worte, dass die Welt immer verrückter wird, können die Betrachter angesichts der Cartoons nur unterstreichen. Dass die Werke nicht nur nachdenklich stimmen, sondern auch die Lachmuskeln reichlich strapazieren können, war während des Rundganges nicht zu überhören.

„Für Greiz ist die Triennale eine wichtige Veranstaltung, die uns deutschlandweit bekannt macht. Die Atmosphäre einer solchen Eröffnung ist unübertroffen, vor allem, weil man mit den Künstlern ins Gespräch kommen kann“, sagte der Besucher Peter Schimmel, der mit seiner Frau seit Jahren zu den Stammgästen solcher Höhepunkte zählt.

Die Präsentation ist bis zum 10. Oktober 2018 täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr zu sehen.

 

 
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C. F.