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Erinnerungen an Walter Kopp ausgetauscht

 

 

 
 

Aus Anlass des 120. Geburtstages des verdienstvollen Greizers Walter Kopp hatten die Ortsgruppe Greiz der Deutschen Freidenker und die Partei Die Linke am Donnerstagabend in die Pizzeria Bravo eingeladen. Der Kreisvorsitzende der Freidenker, Michael Gölles, erinnerte in seinen Eröffnungsworten an das Wirken des am 15. Februar 1898 in Crimmitschau geborenen Kopp, der die Greizer Bergschule besuchte, nach seiner Lehre 1916 zum Kriegsdienst eingezogen wurde und verwundet zurückkehrte. Er gehörte während der Zeit der Weimarer Republik dem Greizer Stadtrat an, war Mitbegründer der Greizer Ortsgruppe der KPD und beteiligte sich 1920 auch an der Niederschlagung des Kapp-Putsches.

 Der Geraer Historiker Dieter Bauke widmete seine Ausführungen vor allem der Zeit von 1932 bis 1933, als Walter Kopp mit Mitgliedern beider kommunistischen Parteien und der SPD den antifaschistischen Widerstand im Rahmen einer weit verzweigten Widerstandsgruppe mit organisierte. 1934 wurde er von der Gestapo verhaftet. Jahre im Zuchthaus und im Strafbataillon 999 folgten.

 

 

Nach dem Krieg wurde er 1946 als Bürgermeister eingesetzt. Kopp engagierte sich vor allem auch auf kulturellem Gebiet. Ihm werden die Gründungen der Greizer Musikwochen und des Klubs Alexander von Humbold zugesprochen. GMD Stefan Fraas, Geschäftsführer der Vogtland Philharmonie, gab einen Überblick über das kulturelle Leben der Stadt Greiz, erinnerte dabei an 1897, dem eigentlichen Geburtsjahr des Philharmonischen Orchesters der Stadt und spannte den Bogen bis zur heutigen Vogtland Philharmonie. Er erinnerte an den verdienstvollen Anteil Kopps bezüglich der Gründung des Greizer Mehrspartentheaters.

In der anschließenden Diskussion wurde angeregt, dem Ehrenbürger der Stadt wieder einen Straßennamen zu teil werden zu lassen oder eine Brücke nach ihn zu benennen. Auch seine Enkelin Corinna Fink kam zu Wort. Ines Wartenberg (SPD) und Holger Steiniger (Die Linke) stellten ihre Visionen zur Entwicklung der Greizer Kultur vor.

 

 

C. F.