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Junger Bassist stellt sich Lessing-Grundschülern vor

 

 

Kinder fragen Dominik Wagner sprichwörtlich Löcher in den Bauch

 

 

 

Fragen über Fragen hatte der Kontrabassist Dominik Wagner den Schülern der dritten und vierten Klassen der Greizer Lessing-Grundschule nach den Klängen seines ersten Musikstückes zu beantworten. Die Kinder interessierten vor allem die Details des Instrumentes, das mit seiner Größe beeindruckte. Geduldig erklärte der 18 Jahre junge Musiker die Besonderheiten der Saiten, wie die Töne durch Schwingungen zustande kommen, dass der Bogen auch aus Holz und Rosshaar besteht und dieser vor dem Spielen mit Kolophonium behandelt wird.

„Bereits vor zwei Jahren haben wir den E-Mail-Kontakt mit der für den Osten Deutschlands verantwortliche Managarin Kerstin Klaholz vom Projekt „Rhapsody in School“ aufgenommen und freuen uns darüber, dass diese Veranstaltung heute stattfinden kann. Die Kinder sind sehr gespannt, denn sie wissen noch nicht, was sie erwartet“, erklärte Schulleiterin Marlies Langebach, bevor die Mädchen und Jungen ihre Plätze einnahmen. Dass es so eine tolle und spannende Stunde werden wird, damit hatte auch der neunjährige Schüler Erik Mayer nicht gerechnet, der wie alle anderen dem Musiker stürmisch applaudierte. Die Schülerin Lisa Wolf und ihre Freundin Milena Sophie Fiedler wussten schon einiges über dieses Instrument, schließlich sind sie selbst begeisterte junge Musikerinnen. Sie wollten unbedingt wissen, wann der 1997 in Wien geborene Dominik Wagner mit dem Kontrabass zu spielen begonnen hat und was ihn daran begeistert. „Nach fünfjährigem Cellounterricht wechselte ich 2007 zum Kontrabass und war außerdem bis 2011 Mitglied der Wiener Sängerknaben. Mich begeistert der Tonumfang des Instrumentes vom tiefsten Ton, man kann aber auch hoch spielen“, antwortete er geduldig. Aus dem Staunen kamen die Kinder nicht heraus als er weiter erklärte, dass sein Instrument bereits 200 Jahre alt und auch nicht ganz billig ist und dass der Kontrabass als solcher ursprünglich von der Gampe abstammt. Abschließend wünschten sich die Schüler nochmals das eingangs gespielte Stück, das von seinem Vater Wolfram Wagner komponiert wurde. Tim Fuchs aus der 3a war der erste Schüler, der sich über ein Autogramm des Künstlers freuen konnte.

Das vom Pianisten Lars Vogt gegründete Projekt „Rhapsody in School“ begleitet bundesweit Kontakte zu Künstlern, die Kindern und Jugendlichen durch ehrenamtliches Engagement eine hautnahe Berührung mit Musik ermöglichen. Die Klassik-Stars vermitteln bei Schulbesuchen sehr persönlich ihre Begeisterung und Leidenschaft für die klassische Musik, wecken Neugier und schüren Interesse für ihre außergewöhnliche Kunst. Etwa 300 Musiker engagieren sich dafür.

Seine Rhapsody- Premiere feiert der bereits mehrfach preisgekrönte Kontrabassist Dominik Wagner als Solist im heute Abend stattfindenden Sinfoniekonzert mit der Vogtland Philharmonie Greiz Reichenbach in der Vogtlandhalle. Neben nationalen Jugendwettbewerben erlangte Wagner Preise bei renommierten internationalen Wettbewerben, trat in Europa bereits mit mehreren namhaften Orchestern auf und hat jetzt ein Studium aufgenommen.

 

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C. F.