Feuer
Spielemarkt
Umzug
Karat
Festmeile
Künstler
Sekt
Modellflug
DKW
Greizer Park
Oldtimer
Reinsdorf
Ausstellung
Tanzunart
Teilemarkt
Pest
Fasching
Ostern
Kreis
Nahmacher
Spechte
Promi
EV
Tragschrauber
Demo

 

Auf dem Greizer Flugplatz war ganz großes Kino

 

angesagt

 

 

Über 90 Flugmodellsportler stellten während der Flugschau an zwei Tagen ihre Perfektion unter Beweis

 
 

Zum 18. Mal organisierte der harte Kern des 40 Mitglieder zählenden Modellsportvereins Greiz mit großem Engagement die 18. Flugschau in Folge, eine der größten in den neuen Bundesländern.  „Die Gastpiloten kommen aus dem gesamten Bundesgebiet und auch aus dem Ausland, um dem Publikum ihre Flugmodelle an diesem Wochenende auf dem Flugplatz in Greiz-Obergrochlitz in Aktion vorzustellen“, erklärte der Vereinsvorsitzende des Modellsportvereins Greiz, Christopher Feustel am Rande der Veranstaltung, der sich wie alle angereisten Aktiven und Zuschauer auch über das schöne spätsommerliche Wetter freuen konnten.

 Nicht zu überhören waren bis ins Greizer Stadtzentrum die Pulso- Strahltriebwerke, die mit einer Geschwindigkeit von bis zum 400 km/h über das Flugfeld rasten. Mit Begeisterung verfolgten die Zuschauer die Vorführungen der Hubschrauber verschiedenster Bauart, der Jetmodelle mit Turbinenantrieb, die akrobatischen Leistungen der Kunstflugmaschinen, ja, sogar ein fliegendes Schaf konnte als Spaßmodell beobachtet werden.

Jedes der gezeigten Flugmodelle wartete mit Besonderheiten auf. So auch die MIG 15 mit Strahltriebwerk, ein Kampfflugzeug der Armee der ehemaligen Sowjetunion, das von Herbert Schumann vorgeführt wurde. Mit den Worten: „Hier auf dem Greizer Fluplatz ist ganz großes Kino zu sehen“, hat  einer der drei Kommentatoren sicherlich nicht übertrieben. Denn wo kann zum Beispiel schon ein reines Segelkunstflugzeug mit seinen akrobatischen Figuren am Himmel beobachtet werden. Gesteuert hatte das polnische SZD 59 der Jenaer Jörn Strohwald. Allerdings musste es vorher mit der Wilga des Zwickauer Tim Göhler auf 500 Meter Höhe geschleppt werden. Die Arbeitsweise des nostalgischen Agraflugzeuges Z 37 mit Viertaktmotor stellte Horst-Peter Makowski aus Saalfeld vor. Bevor der Flieger abhob, wurde er am Start von seiner Frau statt mit Dünger mit zwei Liter Gries beladen. Übrigens, zu DDR-Zeiten war dieses Originalflugzeug auf dem Greizer Flugplatz stationiert. Und wenn damit nicht geflogen wurde, stand es auf einem Plateau, umzäunt von Stacheldraht, damit mit diesem Flugzeug keiner gen Westen abhauen konnte. Makowski gehört zu den vielen Sportfreunden, der samt Familie schon mehrmals bei diesem Event in Greiz dabei war und unter den vielen Campern auf dem Flugplatzgelände sein Mobil schon ab Donnerstag stationiert hatte. „Es ist eine wunderbare Atmosphäre, der Zusammenhalt der Teilnehmer und die schönen gemeinsamen Abende beim Grillen“, schwärmte er.

 

 

  Eine imposante Erscheinung gab in der Luft auch das Modell Messerschmitt von Uli Fischer aus Jena ab. Die sechsmotorige Originalmaschine wurde ab 1942 von Deutschland im Krieg eingesetzt. Sie konnte 100 Soldaten und einen Panzer transportieren.

Fallschirmspringer ließ der Wünschendorfer Matthias Georgie aus seinem Wilga-Modell 2000 in luftiger Höhe abwerfen. Nicht all zu oft zu sehen sind die Nur-Flügler, Flugzeuge ohne Rumpf und Leitwerk. Die Liste der Attraktionen war lang. Die Kinder begeisterte wie in jedem Jahr vor allem der Bonbonbomber, der  jede Menge Süßigkeiten abwarf. Auch ansonsten konnten sich die Jüngsten auf der Hüpfburg und weiteren Angeboten der Kinderecke vergnügen. „Mit 1500 Besuchern können wir wieder sehr zufrieden sein“, resümierte abschließend Christopher Feustel, der auch dem Luftsportverein ein großes Dankeschön aussprach, der diese beiden Tage auf dem Flugplatz ermöglichte.   

 
Diashow
  Visual LightBox Gallery

C. F.