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Tierschutzverein Greiz e.V. und Tierheim ziehen

 

Bilanz

 

 

„Wir haben ein relativ ereignisreiches Jahr hinter uns“ - mit diesen Worten eröffnete der Vorsitzende des 1990 gegründeten Tierschutzvereins Greiz, Frank Müller, die zweite Jahresversammlung 2018 und begründete das unter anderem mit der aufwendigen Erstellung einer überarbeiteten Satzung aufgrund der neuen Datenschutzverordnung und der anstehenden Umsetzung der 2016 erlassenen Thüringer Katzenschutzverordnung. In dieser wird gefordert, dass künftig alle freilaufenden Katzen kastriert und einer Kennzeichnungspflicht unterliegen. Das Land überträgt hier den Landkreisen und kreisfreien Städten Kompetenzen und Mittel zum Schutz der Freigängerkatzen. Es zeigt sich, dass die  Umsetzung dieser Verordnung nicht ganz so einfach zu realisieren ist. Müller schlug deshalb vor, mit den umliegenden Kommunen ins Gespräch zu kommen und diesbezüglich Vereinbarungen zu treffen, was allerdings einen großen Arbeitsaufwand erfordert Tierheimleiterin Elke Becker unterstrich in ihrem Geschäftsbericht die erfolgreiche Entwicklung während der zurückliegenden Monate. „Hauptziel unserer Arbeit ist eine artgerechte Haltung der uns anvertrauten Tiere. In den meisten Fällen bleiben diese nur übergangsweise bei uns. Leider lassen sich einige Hunde und Katzen  aufgrund ihres Alters oder Erkrankungen nicht mehr vermitteln. Die Belegung weist eine relative Konstanz in der Anzahl der untergebrachten Tiere auf“, erklärte sie.

 

 

Gegenwärtig bewohnen zwölf Hunde, 50 Katzen, ein Hase, zwei Kaninchen, zwei Meerschweinchen und zwei Wellensittiche das Tierheim. Dank der Medienpräsenz im Internet und zahlreichen Beiträgen in der „Ostthüringer Zeitung“, wurde die Tierschutzproblematik ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Zahlreiche Fundtiere konnten somit medienwirksam vorgestellt werden. Damit gelang es zunehmend, dass die Besitzer ihre Hunde wieder bekamen. Bei Fundkatzen war das bisher meist nicht der Fall.

Die über Jahre komplizierte Arbeitskräftesituation im Tierheim konnte 2018 stabilisiert werden. Andreas Flohr, der sich seit vielen Jahren um das Tierwohl im Verein kümmert und viel Erfahrung im Umgang mit Tieren hat, konnte für 25 Wochenstunden eingestellt werden, so dass jetzt fünf fest angestellte Mitarbeiter für einen reibungslosen Ablauf sorgen.

Für die erforderlichen baulichen Veränderungen, wie die neuen Quarantäneboxen im Katzenhaus, die neu errichtete Hundequarantäne oder die  Fassadenerneuerung am Katzenhaus, wurden Fördermittel vom Deutschen Tierschutzbund und vom Land Thüringen beantragt und auch bewilligt. Finanzielle Unterstützung  erhielt das Tierheim von der Stadt und dem Landkreis Greiz.

 

 

Ein gesundheitlich eingeschränkter Fundhund hatte die Tierheimbesatzung vor eine große Herausforderung gestellt. Weil er nicht im Hundehaus untergebracht werden konnte, musste ein Hundezwinger im Außenbereich des Katzentraktes wintertauglich umgebaut werden. Das konnte komplett aus Spendenmittel finanziert werden, wobei es auch dafür durch die OTZ in Zuge eines Aufrufs Unterstützung gab. In Sachen Zertifizierung des Tierheimes mittels der  Tierheimplakette des Deutschen Tierschutzbundes konnten wichtige Schritte bewältigt werden. In diesem Rahmen fand ein Besuch des 1. Präsidenten des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, des 1. Vorsitzenden des Landestierschutzverbandes Thüringen, Gerd Fischer sowie des ehemaligen Greizer Bürgermeisters, Gerd Grüner und dem neuen Bürgermeister Alexander Schulze, dem Tierheimberater Patrick Kluge und Mitgliedern des Tierschutzvereins statt. Anlässlich des Tierheimfestes wurde ein Tag der offenen Tür durchgeführt, der ein gutes Spendenergebnis erbrachte. 

Im kommenden Jahr werden die Baumaßnahmen weitergeführt. Zur Verbesserung der Hundehalten sollen sechs Außenzwinger errichtet werden, am Lagergebäude werden die Dächer mittels genehmigter Fördermittel Erneuert.

Alle Tierfreunde sind am 24. Dezember wieder zur traditionellen Pfötchenweihnacht eingeladen. Die Besucher können sich wieder an den Tieren erfreuen und den Greizer Tierheimkalender erhalten. Vielleicht ist dieser auch eine kleine Spende wert.

 

C. F.