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Ökumenisches Straßenfest in Greiz erinnerte an

 

christliche Grundwerte

 

 

 

Der ökumenische Chor, bestehend aus Sängern mehrer Gemeinden, unter Leitung von Albrecht Rohleder,

 begleitete den  gut besuchten Gottesdienst

 

Dass die Ökumene in Greiz mit Leben erfüllt wird, stellten die Kirchgemeinden abermals unter Beweis, die am Sonntag zum ökumenischen Straßenfest unter dem Motto „Trau dich!“ zum gelebten Miteinander eingeladen hatten.

Nicht zu überhören waren auf dem Kirchplatz bereits am Vormittag die Bläser des Posaunenchores der Neuapostolischen Kirche und des Posaunenchores der evangelischen Kirche, die die zahlreichen Besucher auf dem Weg zum Gottesdienst in die „Sankt Marien“ begleiteten und anschließend unter der Leitung von Kantor Ralf Stiller diesen eröffneten. Die Geschichte um den blinden Bartimäus (Jürgen Fischer), dem Jesus (Christian Colditz) das Augenlicht schenkte, bewegte dabei die Besucher ebenso wie der Gesang des ökumenischen Chores, der von Albrecht Rohleder dirigiert wurde. Bevor der am Vortag in sein Amt eingeführte Pfarrer der Katholischen Herz-Jesu-Gemeinde, Thomas Mandler, abschließend den Segen sprach, riefen Evi Nachtigall und Rainer Koch zu Spenden für die gemeinnützigen Organisationen WegWaisen e.V. in Kamerun und Lischa-Himalaya in Nepal auf. „Mit nur 2,50 Euro im Monat geben Sie einem Kind in Kankada die Möglichkeit, täglich eine warme Mahlzeit einzunehmen“, erklärte Koch.

An jedem der gut frequentierten Stände auf dem Kirchplatz wurde das Thema „Trau dich“ spürbar gelebt. „Ich bin mit großer Dankbarkeit darüber erfüllt, dass ich sehen kann“, resümierte Michaela Jalowski, die mit verbundenen Augen und Blindenstock auf dem Festplatz unter Anleitung der sonderpädagogischen Fachkraft, Marion Will, erleben durfte, wie schwierig es ist, allein den Weg zum Eingang der Bibliothek zu finden. „Es ist schon ein ganz besonderes Gefühl, auf der Slackline über den Kirchplatz zu laufen“, erklärte der Jugendliche Florian Meckler, der als erster den Mut zu diesem kleinen Abenteuer fand. Alina Tristram, die sich wie viele andere auch gleich anschließend dieses von Christian Mende und seinen Helfern gut gesicherte Erlebnis in 4,50 Meter Höhe nicht entgehen lassen wollte. Kaum eine Pause konnten sich die Helfer des Alpenvereins gönnen, so groß war der Andrang an der Kletterwand, an der sich die verschiedensten Altersgruppen probierten, darunter auch mehrere Asylbewerber, die zu diesem Fest ebenfalls herzlich willkommen waren. Auch das „Jazz-Werk“stellte sich vor.

Dem Anliegen, die vielfältigen Aufgaben und Schwerpunkte der Kirche zu vermitteln, stellten sich die Beratungsstellen der Diakonie des Diakonievereins Carolinenfeld und der Carolinenschule. An ihren Ständen konnten sich die Besucher beim Tasten, fühlen und Schmecken, beispielsweise von Gewürzen und Gegenständen, beweisen. Die Kinder fanden vor allem Freude an der Spiel- und Bastelstraße. Beeindruckend wurde auch die Entwicklung der ökumenischen Sozialstation, der Tagespflege und der Seniorenberatungsstelle dargestellt.

Ein Trau-dich-Bingo ermutigte Menschen, in Kontakt zu treten, sich besser kennen zu lernen und miteinander zu reden. Auch konnte sich jeder für eine gute Tat eintragen. Alle Hände voll zu tun hatten auch die Frauen bei der Ausgabe von Kaffee und Kuchen. Selbst während der Mittagszeit musste keiner nach Hause gehen, schließlich warteten Roster und Steaks auf Abnehmer. Weitere Höhepunkte des Tages waren das Kindersingspiel und das Mozart-Reger-Gedächtniskonzert des Kammerchores der Schlosskapelle Saalfeld, der Kammersolisten Gera und Andreas Marquardt an der Orgel unter der Leitung von Klaus-Peter Marquardt.

„Das Straßenfest wurde ideenreich gestaltet. Mir hat vor allem die offene, zugängliche Atmosphäre gefallen“, brachte die Besucherin Maria Mette auf den Punkt.

Übrigens, einige Besucher und Helfer erinnerten sich daran, dass das erste, von den Greizer Kirchgemeinden gemeinsam organisierte Straßenfest bereits 1990 stattfand.

 
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C. F.