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  Wanderung von Neumühle über Rüßdorf und zurück

 

Neumühle – Neumühle (ca. 12 km; 4,5 Stunden)

Ausgangspunkt ist der Bahnhof Neumühle. Vom Bahnhof gehen wir ca. 100 m entlang der Ortsverbindungsstraße Richtung Nitschareuth. Nach einem Wohnhaus in Ziegelbauweise biegen wir rechts von der Straße ab und folgen der grünen Strichmarkierung. Der Wanderweg führt immer bergauf. Wir kommen an 2 Gedenktafeln vorbei, die dem Hoffotographen Heinrich Fritz, dem Förderer des Fremdenverkehrs dieser Region und dem ersten Präsidenten der DDR, Wilhelm Pieck, gewidmet sind.

 

 

 

 

Elster
Wir erreichen die Höhe bei einem Aussichtspunkt auf den Ort Neumühle. Hier befinden sich 2 Gedenksteine, die bedeutenden Persönlichkeiten zu Ehren errichtet wurden: Goethe und Bach. Der Weg schlängelt sich fast auf gleicher Höhe, rechts begrenzt durch den Abhang ins Tal und links abwechselnd durch Felder und Wald. Dann geht es wieder bergab zur Straße Neumühle – Tschirma. Wir sind bis jetzt ca. 2,5 km gewandert und nutzen eine kleine Pause, um ein Flächendenkmal zu betrachten. Es ist ein geologisches Naturdenkmal und zeigt den Aufbau der Erdschichten aus dem jüngeren Ordovicium, vor ca. 500 Millionen Jahren.
 
 
Elsterspieglung v. 16.01.05
Weiter gehen wir die Straße nach links (blaue Markierung). Nach einigen Metern wendet sich die Straße fast im rechten Winkel nach links. Wir benutzen aber den geradeaus führenden Feldweg, den wir kurz darauf nach rechts abbiegend verlassen. Durch eine fast unscheinbare Bahnunterführung gelangen wir auf die andere Seite der Bahnlinie Gera – Greiz. Wir folgen weiter der blauen Strichmarkierung

 
 
Wanderweg an der Elster
Während die Eisenbahn in einem Tunnel verschwindet, folgt der Wanderweg dem Elsterverlauf. Die Elster fließt in einem großen Mäanderbogen um den Rüßberg herum. Dieser Weg zwischen Elsteraue und Bahnstrecke wurde früher auch als Verbindung zwischen den beiden Fabrikanlagen der Hartpappenfabrik Lehnamühle genützt. Diese Fabrik wurde 1993 geschlossen und teilweise abgerissen. Es existierte hier eine Werksbahn (Feldlorenbahn), deren Gleise teilweise noch sichtbar sind.


 
 
Betriebsbahntunnel erbaut 1903, Hier fuhr die Schmalspurbahn der Lehnmühle zum Betriebteil Rüßdorf
Sie führte durch den 1903/ 04 erbauten ca. 140 m langen Tunnel zum Zweigwerk. Hier befand sich auch ein kleines Wasserkraftwerk zur Energieversorgung der beiden Werke. Das Wasser wurde durch einen weiteren unter dem Tunnel befindlichen Stollen von einem Wehr in der Elster abgeleitet. Es wurde hierbei das natürliche Gefalle von ca. 5 m Höhendifferenz durch den Elstermäander in dessen Verkürzung ausgenutzt. Der Höhenrücken des Rüßberges wird also insgesamt von drei Tunneln durchbohrt. Man kann als Wanderer durch den Tunnel gehen, und durch eine kleine Siedlung gelangt man auf einen Wiesenweg zum ehemaligen Rittergut Rüßdorf.
 
 
Der Tunnel
Der andere Weg führt weiter am Elsterufer entlang am so genannten „Hühnerhäusel“ und vorbei am dem historischen Wehr, ebenfalls zum ehemaligen Rittergut.
Unterwegs kommt man an einem kleinen isoliert stehenden Felskegel zwischen Wanderweg und Elsterfluss vorbei. Unmittelbar davor kann man nahe dem Ufer eine kleine Strudelbildung sehen. Durch Auswaschung hat sich hier eine tief liegende Stelle des Flussbodens gebildet. In alten Unterlagen ist eine Tiefe bis zu 5 m vermerkt. Natürlich ranken sich um diese Stelle, auch als „Nymphenloch“ bekannt, einige Sagen und Anektoden.
 
 
Rittergut Rüßdorf

Am Rittergut sind ca. 4,5 km der Wanderung absolviert. Über eine Brücke über die Elster führen der Wanderweg vorbei an der „Waltersdorfer Mühle“ und das Elstertal verlassend bergan entlang der Dorfstraße (Mühlberg) auf die Höhe zum Ort Waltersdorf. Unterwegs, auf Höhe einer links befindlichen Kirche, weist die blaue Markierung, der man bisher folgte, ebenfalls nach links. Von hier folgt man einer grünen Markierung gerade aus weiter bergan. Nach ca. 6 km haben wir die Ortsstraße in Walterdorf erreicht.*) Geht man diese nach links, bieten sich in kurzer Entfernung 2 Einkehrmöglichkeiten
 
Auf dem weiteren Weg zurück nach Neumühle geht man rechts entlang der Hauptstraße. Nach ca. 300 m biegt man nach rechts ab (unmarkiert). Der schöne Weg bietet freien Blick auf die Landschaft. Kurz vor einem bewohnten Weiler stößt man auf den von rechts kommenden rot markierten Weg **), den man geradeaus weiter folgt. Nach einigen Metern biegt der rot markierte Wanderweg nach links ab. Letztlich bergab, zwischen einigen Teichen rechts und links vom Weg, gelangt man an die Verbindungsstraße Neumühle – Waltersdorf. Kurz vor Erreichen dieser Straße wendet sich der immer noch rot markierte Wanderweg nach rechts, am Waldrand entlang und biegt nach wenigen Metern nach links in den Wald hinein.
 
 
Rüßdorf

Man erreicht einen weiteren Aussichtspunkt, der mit einem weißen Holzkreuz markiert ist. Man schaut auf den Ort Neumühle, dem Ziel unserer Wanderung. Viele Wege führen nach unten. Empfehlenswert ist der Abstieg entlang der roten Strichmarkierung. Über die Brücke über die Elster erreicht man wieder den Bahnhof Neumühle.
Insgesamt eine nicht sehr anstrengende, aber abwechslungsreiche Wanderung, die zu jeder Jahreszeit, besonders im Herbst während der Laubfärbung zu empfehlen.
Text Wieland Kellner