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Holzbrueck Wuenschendorf

 

Ein Ausflug zur Holzbrücke in Wünschendorf

 

 

 

Die Gemeinde Wünschendorf feierte am 24. und 25. Juni 2011 den 225- jährigen

 

Geburtstag ihrer berühmten Holzbrücke

 

Die Holzbrücke in Wünschendorf / Elster

 

Die Holzbrücke in Wünschendorf
 

Die Brücke ist 71 Meter lang und 4,30 Meter breit. Von den gemauerten Fundamenten abgesehen, ist die gesamte Brücke aus Holz gebaut und mit Schindeln eingedeckt. Sie ruht auf 40 bis 50 cm dicken Holzbalken, die im Weidaer Staatsforst geschlagen wurden. Sie gehört architektonisch zur Gruppe der „Balkenbrücken“ und ist die die einzige in Deutschland original erhaltene Brückenkonstruktion ihrer Art. Sie ist in ihrer Bauart vergleichbar mit der weltberühmten Kapellbrücke am Vierwaldstätter See. Neben der Länge ist der Hauptunterschied, dass die Wünschendorfer Holzbrücke komplett geschlossen ist, um das Holz besser vor Fäulnis zu schützen.

 

Brückenansichten
  Holzbruecke Wuenschendorf
Die Ländereien um die Holzbrücke wurde im Mittelalter von der Reussischen Adelsfamilie mit Stammschlössern in Gera und Weida beherrscht, die in Wünschendorf ein großes Landgut und das Kloster Mildenfurth unterhielten. Am Veitsberg querte wohl schon seit dem 11. oder 12. Jahrhundert eine Brücke die rund 40 Meter breite Weiße Elster. Beim Hochwasser vom 27. Februar 1784 wurde diese, sicher mehrfach umgebaute, Brücke durch flussabwärts strömende Eismassen und Schmelzwasser zerstört. An gleicher Stelle errichtete man dann in den nachfolgenden Jahren das heutige Bauwerk. Für die damalige Zeit eine Meisterleistung der Planer und Zimmerleute, die im Auftrag der sächsischen Staatsregierung und unter Hinzunahme von Frondiensten umliegender Bauern und Gutspächtern gelang. Mehrfach wurde die Brücke durch Eismassen und Hochwasser beschädigt.

Die Brückenkonstruktion
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Im Februar 1830 brach der Boden der Brücke ein, nachdem das Eis Teile des Tragwerks eingedrückt hatte. 1998 wurde die Brücke vollständig saniert. Sie ist heute noch, wenn auch mit starken Einschränkungen, für den Verkehr freigegeben: Höhenbeschränkung: 2,10 m, Gewichtsbeschränkung: 3.000 kg und Höchstgeschwindigkeit: 10 km/h.
Die Historische Holzbrücke ist ein klassisches Nadelöhr, das nur einspurig befahren werden kann. Da es keine Ampeln gibt, bedarf es der gegenseitigen Verständigung. Erschwerend kommt hinzu, dass beide Einfahrten in Kurvenbereichen liegen und die Brücke nur schlecht einsehbar ist. Für Fußgänger stehen zwei schmale Stege innerhalb der Brücke zur Verfügung.
Text: Wikipedia

 

 

Die Wünschendorfer Holzbrücke wurde zur schönsten Brücke

 

Mitteldeutschlands im MDR-Fernsehen gewählt.

 
Die TopTen waren am 16.05.2007, 20.15 Uhr im MDR zu sehen.
Ausgewählt wurde via Internet bis zum 9. April 2007. Nicht nur, dass die Holzbrücke unter den ersten 10 gelandet ist, nein sie wurde der Gewinner.

 

Sie wurde die Nummer 1

 

Die Holzbrücke und die große Eisfahrt 1830

 

Der folgende Eintrage wurden zur besseren Information von der Seite Wünschendorf übernommen.

 
Schon zur Zeit der Klöster befand sich zwischen Wünschendorf und Veitsberg eine Brücke über die Elster, im Jahre 1576 wurden wegen Neubaus derselben Verhandlungen gepflogen, die auch zum Ziele führten. Im siebenjährigen Krieg scheint die Elsterbrücke für beide Parteien von Bedeutung gewesen zu sein, denn zuweilen lag monatelang eine Brückenwache dort.. Am 27. Februar 1784 wurde die Brücke durch eine gewaltige Eisfahrt zerstört.. Die jetzt vorhandene Holzbrücke, ein Kunstbau damaliger Zeit, wurde im Jahr 1786 von sächsischen Staat errichtet; der Schömberger Forst lieferte die gewaltigen Baumriesen, der Pächter des Kammergutes Mildenfurth mußte die Hälfte der Fuhren leisten, während die Bauern des Kirchspiels Veitsberg, zu dem auch in jener Zeit Großfalka gehörte, die übrigen Frondienst-Fuhren verrichten mußten, dafür waren, aber auch der Pächter und jene Bauern samt denen, die zum Mühlzwang Mildenfurth gehörten, vom Brückengeld frei.
Als der Bau fertig war und eine Probebelastung vorgenommen wurde, schaute der Baumeister, den seine Leute nur den "schönen Hans" nannten, von der Höhe des Bornberges zu; mit dem Zusammenbruch der Brücke sollte auch sein Leben enden, allein sein Werk bestand die Probe zur Freude aller Bauleute glänzend. Noch heute bewundert wohl jeder Fremde, der durch diese Brücke schreitet, den stolzen Bau und die gewaltigen Stämme, die in denselben eingefügt sind, ein Schindeldach und seitlicher Bretterbeschlag schützt alles Holzwerk vor Fäulnis.
So manche Ausbesserungen mußten im Laufe der Zeit an der Brücke vorgenommen werden, ganz besonders umfangreich waren sie im Jahre 1830. Zu jener Zeit wurde der doppelte Bohlenbelag von den senkrecht stehenden Balken, die noch ungefähr 1,50 m tiefer als große Zapfen unter die Brücke hinunterragten, getragen. Durch die gewaltigen Eismassen der denkwürdigen Eisfahrt am 26. Februar 1830, die sich vor der Elsterbrücke stauten, wurden die Zapfen, nachdem sie denselben lange Widerstand geleistet hatten, so daß das ganze Flussbett, von der Brücke bis zum Wehr mit Eisblöcken vollgestopft war, abgebrochen, der Brückenboden fiel durch, und aller Verkehr durch die Brücke war auf viele Monate unterbrochen.
Um wenigstens einen Übergang für den Fußverkehr herzustellen, wurden an beiden enden der Brücke Leitern angelehnt, auf die sich kreuzenden wagrechten Balken wurden Bretter gelegt, und so konnten Personen, wenn auch nicht ohne Gefahr, die Elster überschreiten. Da die Wasser- und Eismassen bei jenem großen Eisgang wegen der Verstopfung an der Holzbrücke ihren gewöhnlichen Lauf nicht nehmen konnte, bahnten sie sich einen Weg durch das Dorf überall Zerstörung und Verheerung anrichtend. ...

Quelle: Beiträge zur Geschichte von Wünschendorf (Elster) und seiner Umgebung, 2. Auflage, Bearbeitet von O. Fischer, Lehrer in Wünschendorf (Elster)
Quelle: http://www.wuenschendorf.de